Der FCL-Nachwuchs vor einer neuen Saison

Freitag, 07. August 2015 15:54 Uhr

Geni Colatrellas Ziele

Seit dem 1. Juli ist Geni Colatrella, der den Innerschweizer Fussball aus dem FF kennt, beim FC Luzern als  Nachfolger von Andy Egli als Nachwuchschef im Amt. Im nachfolgenden Interview nennt er seine Hauptziele.

Geni Colatrella – nach x-Jahren Kriens: Was erwartest Du beim  FCL-Nachwuchs als dessen neuer Chef? Welches sind Deine Pläne?

Geni Colatrella: Der Nachwuchs beim FCL hat den Vorteil, dass er von einer top Infrastruktur profitieren kann. Deshalb erwarte ich auch, dass sich die Spieler absolut professionell verhalten und wir ab einer gewissen Stufe die Besten aus der Region bei uns haben. Mein Plan ist es, aus den Ressourcen, die wir beim FCL-Nachwuchs haben, das Optimum herauszuholen. Wir haben den Anspruch, die bestmögliche Ausbildung anzubieten, die talentierten Spielern ermöglicht, ihren Traum zu erfüllen und Fussball-Profi zu werden!

Ein negativer Aspekt beim FCL-Nachwuchs der letzten Jahre jedoch: Die ‚Durchlässigkeit‘ zur ersten Mannschaft ist zu gering. Wie willst Du dies ‚auf den Schlitten bringen‘?

Colatrella: Meine Aufgabe als Nachwuchschef ist es, meine Trainer in ihrer Arbeit so zu unterstützen, damit sie die Spieler auf das Niveau der Super League bringen. Abgesehen davon braucht es eine gute Zusammenarbeit zwischen mir, dem Sportchef, den Trainern der 1. Mannschaft und der U 21 und nicht zuletzt dem Talentmanager. Ich bin überzeugt, dass unsere sportliche Leitung jetzt auf gutem Wege ist, dies zu realisieren.

Welche Jungs geraten 2015/2016 neu ins Blickfeld von Markus Babbel? Der FCL hat 15 Talente in seinen Reihen, die in den verschiedenen Schweizer Nachwuchs-Nationalkader aufgeführt werden.

Colatrella: Entscheidend ist, wie viele dann tatsächlich auch ins U21-Natikader kommen, wie Nicolas Haas, der beim letzten Zusammenzug des Teams von Heinz Moser mit dabei war und aktuell im Kader der 1.Mannschaft ist.

Jetzt gibt es Jungs, die schon in jüngeren Jahren die Innerschweiz verlassen haben: Lichtsteiner, Stocker, Seferovic – alles heutige Nationalspieler. Doch ausser bei Lustenberger und (beschränkt) Pirmin Schwegler konnte der FC Luzern in den letzten Jahren keine ‚Transfergewinne‘ einfahren….

Colatrella: Wir müssen grundsätzlich diesen Talenten eine Plattform bieten, die ihnen ermöglicht, auch von Luzern aus den Sprung ins Ausland zu schaffen. Dies kann eine 1. Mannschaft sein, die in den vorderen Rängen spielt und somit auch im europäischen Wettbewerb vertreten ist oder eine exzellenten Ausbildung die über die Kantons- und Landesgrenze hinaus den Ruf hat, die beste ihrer Art zu sein.

Welches werden die Schwerpunkte Deiner Arbeit sein?

Colatrella: Eines meiner grössten Anliegen ist es, ein gut funktionierendes Team zu haben, indem man sich aufeinander verlassen kann und gemeinsam an einem Strick zieht, um die genannten Ziele zu erreichen. Als Fussballer und als Trainer durfte ich immer wieder die Erfahrung machen, dass sich langfristige Erfolge nur dann einstellten, wenn gemeinsam gearbeitet wurde und sich alle Spieler im Team getragen fühlten.

Was wird das Schwierigste an Deinem neuen Job sein?

Colatrella: Als Trainer einer Mannschaft geht es immer darum, seine Spieler auf der für sie richtigen Position einzusetzen. Dies muss mir nun mit meinen Mitarbeitern gelingen. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass ich das umsetzen kann, weil Menschenkenntnisse eine meiner Stärken sind.

Was war Deine Motivation, dem FCL zuzusagen?

Colatrella: Da brauchte es keine besondere Motivation. Als Stadtluzerner ist es das Ziel, für diesen Klub, für ‚meine Stadt‘ arbeiten zu dürfen.

Es gibt beim FCL-Nachwuchs weitere Mutationen. Ist das neue Team inzwischen komplett?

Colatrella: Das Trainerteam ist komplett. Zuletzt galt es noch, den neuen Chef Préformation zu verpflichten.

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Das FCL-Nachwuchs-Trainerteam 2015/2016

 

Nachwuchschef: Genesio Colatrella

Talent-Scout: Remo Gaugler

Leiter Postformation: Gerardo Seoane

Leiter Formation: Patrick Schnarwiler

Leiter Préformation: Pasquale De Simone (ab 1. Oktober)

Leiter Löwenschule: Pius Kaspar

U-21-Trainer: Gerardo Seoane Christian Nyffeler

U-18-Trainer: Patrick Schnarwiler, Thomas Heitzmann

U-17-Trainer: Dejan Todorovic, Zivorad Tanev

U-16-Trainer: Raphael Keller, Michele D‘ Onofrio

U-15-Trainer: Michel Renggli, Thomas Mohler

FE-14-Trainer: Elvin Bektesevic, Michael Arnold

FE-13-Trainer: Selver Hodzic, Markus Burkard

FE-13 Team Uri/Schwyz-Trainer: Paul Fässler, David Büeler

FE-12-Trainer: Hausi Eberhard, Cyrill Eberhard, Martin Renggli

FCL-11-Trainer: Dominik Eberle, Vincent Vercueil

FCL-10-Trainer: Alan Schamberger, Peter Hauser

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Wie siehst Du die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt der Klubs in der Innerschweiz?

Colatrella: Grundsätzlich haben die Clubs eine positive Haltung dem Projekt Team Innerschweiz gegenüber. Entsprechend gut funktioniert die Zusammenarbeit. Durch die vielen personellen Mutationen in den Vereinsführungen müssen wir aber für unser Projekt immer wieder die Werbetrommel rühren, da Vereinsfunktionäre oft nur ungern ihre besten Pferde im Stall abgeben.

Im letzten Herbst wurde der FCL-Campus lanciert. Uebernimmst Du diesbezüglich nun die Funktionen von Andy Egli?

Colatrella: Die Hauptaufgaben sind der FCL-Nachwuchs und das ‚Team Innerschweiz‘. Das wichtige Campus-Engagement von Andy Egli werden wir neu auf mehrere Personen aufteilen. 

Was ist Deine persönliche Zielsetzung für die kommende Saison? Gibt es da noch etwas Spezielles?

Colatrella: Die Zusammenarbeit unter den Partnerschaften mit Kriens und Zug zu intensivieren und natürlich weitere Nachwuchsspieler der 1. Mannschaft übergeben zu können.

Interview: Peter Hauser

 

Positive Bilanz der Jüngsten gegen alle!

Die Gesamtbilanz im Frühjahr 2015 der jüngsten FCL-Mannschaften (U13 bis U10) gegen die Teams der anderen Super-League-Clubs (mit allen Turnieren) gestaltet sich ausgesprochen positiv und vielversprechend:

. 52 Siege, 5 Unentschieden, 14 Niederlagen, 211:88 Goals.

. Positive Bilanz gegen alle Superleague-Klubs: Gegen Basel 6 Siege, zwei Unentschieden, 4 Niederlagen. Gegen FC Zürich 13 Siege, 1 Unentschieden, 1 Niederlage. Gegen YB 5-0-2, gegen GC 6-2-2, gegen St. Gallen 5-0-4, gegen Aarau 11-0-1, gegen Sion  2-0-0, gegen Thun 4-0-0. Keine Spiele gegen Vaduz.

 

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