In der Bruthitze kühlen Kopf bewahrt

Montag, 06. August 2018 13:29 Uhr

Fussball Der FC Luzern U21 gerät beim Saisonstart ins Taumeln. In der zweiten Halbzeit rafft sich das Nachwuchsteam zusammen und besiegt Bassecourt nach einem 0:1-Rückstand noch mit 3:1.

«Unglaublich, wie gut wir gearbeitet haben. Ich bin stolz auf euch! Aber morgen beginnen wir wieder bei null, wir haben schliesslich hohe Ziele.» Roman Wipfli, der neue Assistenztrainer des FC Luzern U21, richtete ­markige Worte nach getanem Arbeitssieg über die Jurassier. Der Saisonauftakt ist geglückt, aber die Gäste hätten bei besserer Chancenauswertung durchaus auch punkten können. Doch Xamax-Leihgoalie Loïc Jacot (18) hielt bei seiner Meisterschaftspremiere das Heimteam im Spiel. In der 12. und gleich zweimal in der 21. Minute rettete er gegen alleinstehende Jurassier. Gegen den platzierten Flachschuss von Charlie Mobili in der 19. Minute war er hingegen machtlos, zu einfach liess ihn die Abwehr­reihe der Luzerner gewähren.

Diesen Rückstand in dieser Bruthitze nun noch zu drehen, glich einer Herkulesaufgabe. Die Zuschauer hielten sich im Schatten der Tribüne auf. Die sonst bei schönem Wetter beliebten sonnigen Sitzplätze auf Seite der ­Pilatus Academy blieb bis auf Ausnahme eines älteren Semesters unbesetzt. Doch so viel sei schon verraten: Er hielt nicht die gesamten 90 Minuten durch. Das mussten indes die Akteure, die nicht in «Genuss» einer Auswechslung kamen. Und die Einheimischen behielten kühlen Kopf. Während Bassecourt in der zweiten Halbzeit immer mehr nachliess und sichtlich litt, drehte der FCL immer mehr auf. Ein weiter Auskick von Jacot auf ­Darian Males überforderte zwei Abwehrspieler, und Goalie Reynald Bourquin brachte den FCL-Stürmer auch noch zu Fall – Penalty (66.). Lukas Riedmann knallte diesen wuchtig unter die Latte – 1:1. Bloss fünf Minuten später trat Lorik Emini einen ­guten Cornerball, Innenverteidiger Cleric Njau köpfelte aus rund 13 Metern zum 2:1. Während des Torjubels geriet «Hitzkopf» Jé­rémy Ducommun an «Provokateur» Lukas Riedmann. Ersterer erhielt Rot wegen Tätlichkeit, Riedmann einen Platzverweis wegen Unsportlichkeit.

Sechs Neue in der FCL-Startelf

Ein perfekter Konter, abgeschlossen durch Emini, rundete den insgesamt guten Auftritt der Luzerner zum 3:1 ab. «Wir haben eine Reaktion gezeigt», resümierte Ivan Dal Santo, der neue Trainer der U21-Equipe (vorher U18). «Auch in der ersten Halbzeit war nicht alles schlecht, auch wenn wir es phasenweise dem Gegner etwas zu einfach machten.»

Nur noch fünf Akteure standen in der Startelf, die letzte Saison bereits dabei gewesen waren. «Nun sind einige aus der U18 dabei, die ich gut kenne. Doch diese müssen sich noch an den Erwachsenen-Fussball gewöhnen.» Ein erstes Mal haben diese und der Rest das Trainergespann immerhin schon stolz gemacht.

Quelle: René Barmettler | Luzerner Zeitung

 

Telegramm:

Leichtathletik-Stadion. – 300 Zuschauer. – SR Thies.

Tore: 19. Mobili 0:1. 67. Riedmann (Foulpenalty) 1:1. 72. Njau 2:1. 86. Emini 3:1.

FC Luzern U21: Jacot; Trinkler, Njau, Burch, Jordi; Ajeti (52. Rüedi), Emini, Wolf (91. Diaz); Riedmann, Males (88. Marleku), Cerjak (78. Subasic).

Bassecourt: Bourquin; Chiquet, Jérémy Ducommun, Bitiq (Bastian), Cuskic; Erard, Mobili, Nathan Ducommun (78. Sacconi), Randhaxhe (62. Steullet); Ghomrani; Lachat.  Bemerkung: 72. Platzverweise Jérémy Ducommun (Tätlichkeit) und Riedmann (Unsportlichkeit).


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