Der FC Luzern verurteilt die geplante Aktion der Organisation «Dachverband 1879» beim Heimspiel gegen den FC St.Gallen 1879

Donnerstag, 07. März 2019 08:34 Uhr

Am Montag, 4. März 2019, wurde der FC Luzern darauf aufmerksam, dass die St.Galler Fan-Organisation «Dachverband 1879» eine Protestaktion beim Spiel vom kommenden Sonntag, 10. März 2019, geplant hat. Diese Aktion sieht vor, dass die Fans des FC St.Gallen 1879 individuell an das Spiel reisen werden, und sich nicht wie jeweils üblich im Gästesektor, sondern im Sektor D1 niederlassen wollen. Der FC Luzern verurteilt dieses Vorgehen aufs schärfste.  

Auf der Homepage der St.Galler Fan-Organisation «Dachverband 1879» (www.dv1879.ch) ist seit Montag ein Schreiben publiziert, das verschiedene Vorwürfe gegen den FC Luzern sowie die Luzerner Polizei erhebt. Diese Vorwürfe sind aus Sicht des FC Luzern haltlos und verkennen die Situation in einer einseitigen Sichtweise. Obwohl der FC Luzern ein ehrliches Gesprächsangebot in Richtung «Dachverband 1879» ausgesprochen hat, wollte die Organisation nicht darauf eingehen und wird weiterhin daran festhalten, beim Raiffeisen Super League Spiel vom kommenden Sonntag, 10 März 2019, den Gästesektor nicht zu betreten. Anstelle dessen werden sich die Fans des FC St.Gallen 1879 im Sektor D1 niederlassen um dem Spiel nach eigenen Angaben «friedlich und lautstark» beizuwohnen.

Für den FC Luzern ist diese Situation nicht haltbar. Weder konnte man durch einen intensiven Austausch mit den Verantwortlichen des FC St.Gallen 1879, insbesondere deren Präsident Matthias Hüppi, noch mit den verantwortlichen Personen der Swiss Football League, während den letzten Tagen eine Lösung finden – trotz Gesprächsangebot des FC Luzern. Dies ist für den FC Luzern umso enttäuschender, als dies in der Rückrunde der aktuellen Saison nun bereits der dritte Vorfall ist, an dem sich Gästefans in einem nicht für sie vorgesehenen Sektor aufhalten (Vorkommisse beim Heimspiel des FC Thun sowie der Grasshoppers). Der FC Luzern fordert hier zukünftig ein schnelles Handeln sowie eine einwandfreie Unterstützung seitens der Swiss Football League.

FCL-Präsident Philipp Studhalter: «Leider können wir als austragender Club eine solche Aktion nicht verhindern. Diese Fans haben regulär ein Ticket gekauft. Der FCL kann weder den Ticketkauf noch das Betreten des Sektors D1 durch diese Fans verhindern. Hier zeigt sich einmal mehr, dass es von zentraler Wichtigkeit ist, dass sich die Vereine, ihre Fanorganisationen und die Swiss Football League absprechen, und für alle Beteiligten gute Lösungen finden. Für unsere Fans die im Sektor D eine ABO CARD Besitzen, oder für dieses Spiel ein Einzelticket gekauft haben, bedeutet dies nach dem Spiel im letzten Jahr gegen den FC Zürich erneut, dass sich die Fans der Gastmannschaft in ihrem Sektor aufhalten werden. Deshalb hat jede Person die im Sektor D eine ABO CARD oder ein Einzelticket für dieses Spiel gekauft hat die Möglichkeit auf einen Umtausch des Tickets in den Sektor C. Dieser Umtausch der ABO CARDS oder Einzeltickets erfolgt am Spieltag an einem «Help-Desk» der vor dem Stadion neben den TV-Übertragungswagen zu finden ist.» 

Der FC Luzern möchte sich an dieser Stelle bei allen Fans entschuldigen, die durch diese Aktion durch Gästefans ein Spiel erneut nicht wie gewohnt verfolgen können. Die Verantwortlichen des FC Luzern müssen ebenso darauf hinweisen, dass so lange es keine Möglichkeit der Personenkontrolle gibt, und das von der Liga empfohlene Konzept des «Good Hostings» durchgesetzt werden soll, keine andere Lösung gibt, als solche Aktionen zu dulden.

«Ich entschuldige mich im Namen des FCL und aller Angestellten aufrichtig dafür, dass wir es erneut nicht schaffen, unseren Fans im Sektor D die von ihnen zu Recht erwartete einwandfreie Dienstleistung zu erbringen», sagt FCL-Präsident Philipp Studhalter. «Wir waren, und sind weiterhin bestrebt, mit der «Dachorganistion 1879» und den Verantwortlichen des FC St.Gallen 1879 eine Lösung zu finden – dies scheint aber auf Grund der Reaktionen unwahrscheinlich. Mit dem Angebot der Umplatzierung können wir zwar dafür sorgen, dass jede Person die dem Spiel beiwohnen möchte, dies sicher und störungsfrei tun kann – aber wir sind uns natürlich auch bewusst, dass dies nur bedingt eine Lösung für die Zukunft sein kann. Auch deshalb fordere ich als Präsident des FC Luzern alle verantwortlichen Personen der Vereine der Swiss Football League auf, sich hier klar und deutlich von solchen Aktionen zu distanzieren um zukünftig solche Handlungen, die alle Fans in Mitleidenschaft ziehen, zu verhindern.»     

Für das Spiel am kommenden Sonntag, 10. März 2019, zwischen dem FC Luzern und dem FC St.Gallen 1879 hat der FC Luzern entschieden, dass auf Grund der geplanten Aktion der «Dachorganisation 1879» ein erweitertes Sicherheitsdispositiv eingesetzt werden wird, dass die Sicherheit aller sich im Sektor D befindenden Fans garantieren kann. Wir erwarten ausserdem, dass sich die «Dachorganisation 1879» an die schriftlich, wie auch mündlich, getätigten Zusagen gegenüber dem Präsidenten des FC St.Gallen 1879, Matthias Hüppi, hält, und sich friedlich und fair gegenüber allen Zuschauern innerhalb der swissporarena verhält.

Der FC Luzern bekennt sich zu sicheren und fairen Fussballspielen und erhofft sich, dass die Swiss Football League und alle ihr angehörenden Clubs ebenso dieses Bekenntnis abgeben – eine zukünftige Häufung solcher Vorfälle schadet dem Image des Schweizer Fussballs und hat entsprechende negative Konsequenzen für die Clubs und die Liga zur Folge.

Freundliche Grüsse

Philipp Studhalter
Präsident FC Luzern

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